Umweltschutzt

Umweltschutz, Klimapolitik:

Die islamische Sichtweise von der Rolle der Pflanzen und der Tiere in der Umwelt und die Erhaltung dieser lebendigen Elemente ist für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens fundamental. Der Natur-, Tier- und Artenschutz sind stets aufrecht zu erhalten und konsequent durchzuführen.

Ausbeutung, Missbrauch, falsche Verwendung, Zerstörung und Verschmutzung der natürlichen Ressourcen verstoßen nicht nur gegen islamische Gebote, auch gegen geltendes Recht. Der Schutz aller natürlichen Ressourcen vor Missbrauch ist eine verbindliche Verpflichtung.

Das gilt nicht nur national, sondern auch international sofern man Einfluss darauf nehmen kann. Ziel ist es, für jeden gefällten Baum, mindestens einen neuen Baum zu pflanzen. Umweltgesetze sollen für dieses Konzept überprüft werden.

Grünanlagen in den Städten sind zu fördern und sollten auch den dort lebenden Tieren als Nahrungsquelle dienen (Obstbäume, Beerensträucher etc.). Die Schaffung von mehr Reservaten, Naturschutzgebieten ist zu prüfen.

Jeder ist für den Umweltschutz verantwortlich und für mutwillige Zerstörung haftbar zu machen. Da sich umweltschädigendes Fehlverhalten auf die Bevölkerung, sogar global auswirken kann, sind die Strafmaßnahmen zu erhöhen.

Schaden und Verderben vorzubeugen, bevor sie auftreten, ist besser als behandeln. Eine andere juristische Regel im islamischen Gesetz lautet: “Das Abwenden von Schaden hat Vorrang vor dem Erringen von Vorteilen.“ Dementsprechend sollten alle Handlungen, die darauf zielen, Gutes zu erreichen und Vorteile zu sichern, indem menschliche Bedürfnisse befriedigt, Dienste bereitgestellt und Landwirtschaft, Industrie und Kommunikationsmittel entwickelt werden, ohne bemerkenswerte Schädigung, Verletzung oder Verwüstung durchgeführt werden.

Deshalb ist es absolut erforderlich, dass bei der Überlegung, Planung und Durchführung derartiger Aktivitäten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit sie - soweit möglich- weder Schaden noch Verwüstung mit sich bringen oder dazu führen. Die IDP will ein neues Umweltbewusstsein nach islamischer Sicht schaffen und plädiert für einen Unterricht an Schulen, welches sich dem Thema dem globalen und heimischen Umweltschutz widmet. Der Staat hat sich für den Klimawandel vorzubereiten und Maßnahmen zu treffen. Dazu zählt auch der Verzicht auf eine Elbvertiefung.


Landwirtschaft:

Die Landwirtschaft unterliegt bestimmten Umweltrichtlinien. Angesichts der Tatsache das bestimmte Pflanzen-, Vogel- und Insektenarten durch intensive Landwirtschaft bedroht sind, müssen neue Regelungen erlassen werden.

Dieselben Prinzipien gelten genauso für alle Pestizide, einschließlich Insektizide und Herbizide. Die Verwendung derartiger Substanzen sollte in der Gegenwart und in Zukunft keinerlei Schaden oder negative Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt verursachen. Daher ist die Kontrolle und das Verbot dessen, was für Menschen oder die Ökosysteme zu Schaden oder negative Auswirkungen führen kann, wichtig, auch wenn diese Kontrolle oder das Verbot die persönlichen Interessen einiger Landwirte beeinträchtigen könnte.

Der Gebrauch von Glyphosat soll verboten werden bis seine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt vollständig widerlegt sind.

Die Bauern dürfen nicht dem kapitalistischen Handel zum Opfer fallen. Die Kosten zur z.B. Milchproduktion darf der Bauer an den Preis koppeln und an den Ankäufer weitergeben

Unbeabsichtigt überproduzierte Lebensmittel werden vom Staat aufgekauft und an Bedürftige weitergegeben. Es ist in landwirtschaftlichen Gesprächstagen, Messen, Versammlungen darauf aufmerksam zu machen das die Grundversorgung mit Grundnahrungsmitteln sicherzustellen ist.